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Was ist Amateurfunk?

Amateurfunk ist, anders als CB-Funk oder PMR466, lizenzpflichtig. Wer Amateurfunk machen will, muß eine Prüfung bei der BNetzA ablegen. Im Amateurfunk wird der Funker und nicht das Funkgerät geprüft.
Afu ist außerdem ein Funkdienst (ähnlich Polizeifunk), und keine Funkanwendung (z.B. CB-Funk).
Funkamateure dürfen Geräte (Sender/Empfänger/Zubehör) selber bauen und BETREIBEN, und kommerzielle Geräte verändern. Außerdem erhält ein Funkamateur, nach bestandener Prüfung, sein weltweit einmaliges Rufzeichen. Diese sind in Deutschland so aufgebaut:

DL 4 XYZ
DG 5 XYZ
DK 2 XZ

Am Rufzeichen kann man z.B. das Land erkennen, oder ob es ein Personengebundenes Rufzeichen oder eines Relais (z.B. DB 0 XYZ)

Ohne diese Lizenz ist die Inbetriebnahme von selbstgebauten oder veränderten Sendern VERBOTEN!

Das Wort Amateur wird häufig falsch verstanden. Funkamateure sind meist Profis, die sehr wohl ein großes Wissen haben. Amateur meint in diesem Zusammenhand "nicht-kommerziell". Also eine kompetente Person, die Funk nicht als Beruf betreibt. (Polizei funkt ja beruflich, Funkamateure nicht).
Amateurfunk darf nicht eingesetzt werden um damit Geld zu verdienen, oder seine Taxis mit Aufträgen zu versorgen. Das wäre strafbar und kann zum Verlust der Lizenz führen.

Im Afu geht es auch um technisches Verständnis für unser mordernes Leben. Überall ist WLAN, CEPT, Bluetooth im Einsatz, und keiner weiß wie es funktioniert. Und man erlangt dadurch eine kleine Zusatzbildung



Was machen Funkamateure?

Funken. warum? weil sie es können! ;-)

Sie beschäftigen sich mit den Ausbreitungsbedingungen elektromagnetischer Wellen, sie bauen Sender, Antennen, Satelliten.
Machen Wettbewerbe, quatschen über Relais mit Freunden aus der ganzen Welt. Funkamateure betreiben Amateurfunk-Fernsehen oder versuchen mit möglichst wenig Leistung (1W) eine Verbindung mit Amerika zu bekommen.
Viele können noch CW (Morsen).
In Katastrophenfällen, wie beim Erdbeben in Italien, Hochwasser in New Orleans oder Irak-Krieg, haben Funkamateure die ersten Verbindungen zu Außenwelt hergestellt, und die Rettungskräfte unterstützt.
Es wird auf Frequenzen im 10Ghz bereich geforscht, was sich damit alles anstellen läßt.
Oder mit der P5-Mission ein Satellit zum Marsch geschossen. Über diesen können die Astronauten, die im übrigen als Teil ihrer Ausbildung zum Funkamateur werden, mit der Erde Kontakt halten.
Man sieht, die Bereiche sind riesig, und hier bei weitem nicht alle erwähnt.



Historisches

Erfunden oder entdeckt hat den Funk Marconi. Von dieser Lineie gehen auch die Funkamateure hervor. Später entdeckten die Funkamateure die Frequenzen oberhalt 1Mhz, und machten diese nutzbar. Erst dann kamen Kommerzielle Stationen wie Radiosender oder die Funker auf den Schiffen. Vorher galten die Frequenzen > 1Mhz als nicht nutzbar.
Funkamateure bauten auch den 1. Software-Updatebaren Satelliten. Sie trieben die digitale Funktechnik voran.
Bis heute forschen und entwickeln die Funkamateure Technik und Anwendungen im Funk.



Wie wird man Funkamateur, und ist es überhaupt noch Zeitgemäß?

Man kann sich in seier Umgebung schlau machen, ob es einen OV gibt. OVs sind die Ortsverbände der Funkamateure. Wer also z.B. in Hamburg wohnt, sollte mal "Hamburg OV" bei Google eingeben, und wird sicher fündig. Oder man kann im Selbststudium sich mit den Büchern von E.Moltrecht den Kopf vollstopfen. Danach zur nächsten BNetzA Außenstelle, und sich zur Prüfung anmelden.
Wer zu einem OV geht, die meist kostenlos Kurse anbieten, wird hier gut beraten.



Zeitgemäß?


Im Zeitalter von Handy, Internet und VpIP ist Amateurfunk noch angebracht? Ich kann doch auch mit Amerika Chatten oder per Skype plauschen?
Sicher... aber! Wir sind als Funkamateure nicht von einem Provider abhängig. Wir stellen eine Verbindung von Funker zu Funker direkt her, und es ist nichts zwischen uns. Das macht 1. auch mit den Reiz des Funkens aus. Wir sind unabhängig von Stromversorgungen, da wir auch mit einer 12V Batterie aus dem Auto eine Kurzwellenstation betreiben können, und damit mehrere Hundert bis Tausende Kilometer überbrücken können. Es gibt doch noch Gegenden auf der Erde, wo kein Handy geht, Amateurfunk schon. Auf  hoher See, oder in den Bergen. Im Dschungel oder in der Wüste.
Und außerdem... Amateurfunk macht einfach nur Spaß. Es ist immer wieder interessant sich mit einem gleichgesinnten zu unterhalten. Und das entweder mit digitalen Betriebsarten, Sprechfunk, Fernschreiben oder D-Star (Digitalfunk).
Außerdem: Skype und Chat kann jeder, Amateurfunk nicht.

Ergänzungen Links





genaueres zum Amateurfunk in der Wikipedia:
hier.

















Morsen lernen



















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